Regeln + Notation



Die Regeln des Schachspiels

 

Schachbrett und Aufstellung

 

Das Schachspiel besteht aus einem Schachbrett mit vierundsechzig gleichgroßen Feldern und zweiunddreißig Figuren. Jeder der beiden Spieler verfügt über sechzehn Figuren (ein König, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer, acht Bauern). Zu Beginn der Partie werden die Figuren wie im Diagramm aufgestellt.

 

 

 

Startposition

 

Züge allgemein.

 

Der Spieler mit den weißen Figuren beginnt die Partie. Die Spieler ziehen abwechselnd. Ein Zug ist die Bewegung einer Figur von einem Feld zu einem anderen. Keine Figur mit Aus­nahme des Springers und des Turmes bei der Rochade kann ein Feld überqueren, das von einer anderen Figur besetzt ist. Wird eine Figur auf ein Feld bewegt, das von einer gegnerischen Figur besetzt ist, muß diese unmitt­elbar vom Schachbrett entfernt werden („Schlagen“).

 

 

Der König

 

Außer bei der Rochade geht und schlägt der König nach allen Seiten ein Feld weit, wenn dieses Feld von keiner feindlichen Figur bedroht ist. Die Rochade besteht aus einer gleichzeitigen Bewegung des Turmes und des Königs: Der König wird von seiner Ausgangsposition aus zwei Felder weit nach links oder rechts bewegt. Der Turm wird auf das Feld gestellt, welches der König überquert hat. Die Rochade ist nur dann möglich,

  1. wenn König und Turm noch nicht gezogen haben,

  2. wenn sich keine Figur zwischen König und Turm befindet,

  3. wenn weder das Ausgangsfeld noch ein Feld, das der König bei der Rochade überquert oder betritt, von einer feindlichen Figur bedroht wird.

 

Die Dame

 

Die Dame geht und schlägt auf allen Feldern der Diagonalen, Horizontalen und Vertikalen. Sie vereint somit die Gangart von Läufer und Turm.

 

 

Der Turm

 

Der Turm geht und schlägt auf allen Feldern der Horizontalen und Vertikalen.

 

 

Der Läufer

 

Der Läufer geht und schlägt auf allen Feldern der Diagonale seiner Farbe.

 

 

Der Springer

 

Die Gangart des Springers ist ein Sprung in zuerst gerader und dann in diagonaler Richtung jeweils ein Feld weit.

 

 

Der Bauer

 

Der Bauer geht nur nach vorwärts einen Schritt weit. Er schlägt ein Feld vorwärts in diagonaler Richtung nach rechts oder links. Von seinem Ausgangsfeld aus darf er zwei Schritte weit bewegt werden. Passiert er mit diesem Doppelschritt einen feindlichen Bauern unmittelbar links oder rechts vom Feld, das er betritt, so kann er von diesem geschlagen werden, so als hätte er nur ein Feld weit gezogen („Schlagen en passant“). Erreicht ein Bauer die achte Reihe (Schwarz: erste Reihe) muß er in eine Dame, einen Turm, Läufer oder Springer seiner Farbe verwandelt werden, ungeachtet ob sich diese Figuren noch am Brett befinden oder nicht.

 

 

Schach

 

Der König ist im Schach, wenn das Feld, auf dem er sich befindet, von einer gegnerischen Figur bedroht wird. Das Schach muß unmittelbar abgewendet werden. indem (a) der König auf ein anderes, nicht bedrohtes Feld bewegt wird oder

(b) indem eine Figur dazwischen gezogen wird oder

(c) die schachbietende Figur geschlagen wird

Kann das Schach nicht abgewendet werden, ist der König matt.

 

 

Gewinn.

 

Das Spiel ist für jenen Spieler gewonnen,

  1. der den feindlichen König mattgesetzt hat, oder

  2. dessen Gegner erklärt hat, die Partie aufzugeben.

 

Remis.

 

Das Spiel ist unentschieden,

  1. wenn der König des Spielers, der am Zug ist, sich nicht im Schach befindet und es nicht möglich ist, einen legalen Zug zu machen („Patt“), oder

  2. wenn beide Spieler ein Remis vereinba­ren, oder

  3. wenn dieselbe Stellung drei Mal wiederholt und das Unentschieden vom Spieler, der sich am Zug be­findet, beantragt wird (zB.: „Ewiges Schach“), oder

  4. wenn fünfzig Züge lang keine Figur geschlagen und kein Bauer gezogen wurde und das Unentschieden vom Spieler, der sich am Zug befindet, beantragt wird.

 

 

 

Die Schachnotation

(der folgende Text wurde von https://de.wikipedia.org/wiki/Schachnotation übernommen)

 

Verkürzte algebraische Notation
(die wir für die Lösungen im ChessDEX Kalender verwenden, für die ausführliche Notation bitte weiter runterscrollen)

 

Bei der Kurznotation werden gegenüber der ausführlichen Notation das Ausgangsfeld und – außer bei der Rochade – der Halbgeviertstrich weggelassen. Man gibt also nur das Figurensymbol, bei Schlagzügen das „x“ sowie das Zielfeld an. Wäre der notierte Zug dadurch nicht mehr eindeutig, dann wird er durch zusätzliche Angabe der Reihe oder der Linie des Ausgangsfeldes eindeutig gemacht. Führt die Angabe von Linie oder Reihe gleichermaßen zu einer eindeutigen Beschreibung des Zuges, so soll laut einer Empfehlung der FIDE vorzugsweise die Linie angegeben werden.

 

Lc4 Läufer zieht nach c4
Lxc4 Läufer zieht nach c4 und schlägt dort einen gegnerischen Stein
b4 Bauer zieht nach b4
axb4 Bauer a3 zieht nach b4 und schlägt dort einen gegnerischen Stein
fxg6 e. p. Bauer f5 zieht nach g6 und schlägt dabei den gegnerischen Bauern auf g5 im Vorübergehen
Sec4 der Springer auf der e-Linie zieht nach c4
Sexc4 der Springer auf der e-Linie schlägt auf c4
T1c7 der Turm auf der ersten Reihe zieht nach c7
cxd8D Bauer auf c7 schlägt auf d8 und verwandelt sich in eine Dame
cxd8S+ Bauer auf c7 schlägt auf d8, verwandelt sich in einen Springer und bietet Schach

 

 

Ausführliche Notation

 

In der ausführlichen algebraischen Notation eines Schachzuges wird das Symbol der Figur, das Ausgangs- und das Zielfeld angegeben. Eine Ausnahme hiervon bilden die Bauernzüge, bei denen das Figurensymbol weggelassen wird.

Züge auf ein freies Feld werden durch einen Halbgeviertstrich („–“) und Schlagzüge durch ein „x“ oder ein Malzeichen („ד) zwischen Ausgangs- und Zielfeld gekennzeichnet. Ein Schachgebot erhält ein „+“ (selten auch ein „†“) hinter dem Zug, das Matt wird durch „#“ (selten auch durch „++“ oder „‡“) gekennzeichnet. Wird ein Bauer in eine andere Figur umgewandelt, so wird das Buchstabensymbol dieser Figur hinter dem Zug angegeben. Eine kleine Rochade wird als „0–0“ notiert und eine große Rochade als „0–0–0“. Das Schlagen en passant wird durch ein nachgestelltes „e. p.“ gekennzeichnet. Ein Remisangebot sowie ein Antrag auf Remis ist von beiden Spielern mit dem Symbol „(=)“ zu notieren.

Beispiele: „e2–e4“, „Sb1xc3+“, „Td1–d8#“, „e7–e8D“, „f5xg6 e.p.“

 

 

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